Festpunkte (Trigonometrische Punkte oder Raumbezugspunkte)

Trigonometrische Punkte (TP) werden heute Raumbezugspunkte (RBP) .  Sie sind Festpunkte länderweiter Dreiecksnetze, die es ermöglichten, die die Figur der Erde zu erforschen aber auch ein einheitliches

Vorbereitung zur Messung auf einem TP nahe Gaußig (1981)

Vorbereitung zur Messung auf einem TP nahe Gaußig (1981)

Kartenwerk (zum Beispiel die Topografische Karte 1: 10000 oder 1: 200000 [der ganze Freistaat Sachsen wird darauf abgebildet]). Ursprünglich war hauptsächlich das Militär an gutem und genauen Kartenmaterial interessiert, doch die Wirtschaft profiertierte ebenso davon, man denke dabei etwa an die Eisenbahnen.

Bis Anfang der 90-er Jahre waren die großen Holzsignale über den TP zentrisch aufgebaut. Je nach Bedeutung des Punktes war meist auch die Größe des Signals: Es wurden Messungen über 35 km hinweg durchgeführt. Dass dabei die Erdkrümmung mehr als bei 5 km (Kleine Holzsignale) Einfluss hat dedarf keiner weiteren Erklärung. Die optische Messung über solche großen Entfernungen war sehr von den meteorologschen Bedingungen abhängig. Regen, Nebel oder Dunst ließen Messungen mit dem Theodoliten nicht zu. Auch astronomische Beobachtungen wurden an bestimmten Punkten des Dreiecksnetzes durchgeführt, um die Orientierung nach Norden zu erhalten.

Im Zuge der weiteren Verbreitung von GPS oder genauer GNSS sind die Holzsignale mehr störend als nützlich und wurden entfernt. Auch ist die Anzahl der TP wesentlich verringert worden, was ebenfalls den satelleitengestützen Verfahren zu verdanken ist. Die Witterungsbedingungen verhindern grundsätzlich keine Messung.