Vermessungskosten in Sachsen

Einige Gedanken vorweg oder Warum kostet Vermessung etwas?

Der Artikel 14 Grundgesetz sichert das Eigentum. Der Grund und Boden ist nicht nachwachsend, weshalb ein sorgfältiger Umgang damit Voraussetzung ist. Ein Teil des Eigentumssicherungssysetm für Grund und Boden ist das amtliche Vermessungswesen. Für die operative Vermessung sind im Freistaat Sachsen die öffentlich bestellten Vermessungsingenieure zuständig. Sie sind vom Freistaat beliehene Unternehmer, die der Fachaufsicht der oberen Vermessungsbehörde unterliegen und somit an die Gesetze, Verordnungen und Weisungen gebunden sind. Damit wird auch gewährleistet, dass der Eingriff in das Eigentum nach nachvollziehbaren Regeln vollzogen wird. Die Vermessung unterliegt damit auch den Regeln des Verwaltungsverfahrensgesetzes und ist als solches eine Amtshandlung. Die Kostenordnung wiederspiegelt die besondere Verantwortung. Die Kosten werden als Leistungsbescheid erhoben und hängen nicht vom persönlichen Empfinden der einzelnen Person ab. Die Kostenordnung kann von Jedermann eingesehen werden und die korrekte Anwendung ist problemlos nachprüfbar. Zuviel erhobene Kosten können ebenso durch den Kostenschschuldner zurückgefordert werden, wie auch zu niedrig angesetzte Kosten vom Kostenschuldner nachgefordert werden können.

Wollen Sie wissen, mit welchen Kosten zurechnen ist, so können Sie sich Rundschreiben wegen Angeboten ersparen, es muss immer das gleiche Ergebnis kommen, auch wenn der Vermesser 100 km einfache Anfahrt hat. Lassen Sie sich besser ordentlich beraten, was optimal im Büro möglich ist. Ob Ermäßigungen wegen vorangegangener Vermessungen gewährt werden müssen, lässt sich manchmal erst nach Erhalt der Unterlagen sagen. Sie haben dann einen Anspruch auf die Ermäßigungen ob die nun in der Kostenschätzung erwähnt worden sind – oder auch nicht!